Was kann man tun, um Photoshop schneller zu machen? Wahrscheinlich ist niemand von der Idee abgeneigt, dass Photoshop auf dem eigenen Rechner deutlich schneller starten, Bilder schneller geöffnet und Rechenprozesse in Photoshop schneller abgewickelt werden könnte.
Im folgenden möchte ich die wichtigsten Punkte aufzeigen, mit denen man die Performance von Photoshop spürbar erhöhen kann.
- Viel Arbeitsspeicher/64 Bit
Photoshop liebt viel Arbeitsspeicher. Wer viele Bilder öffnen möchte oder mit sehr großen Dateien arbeitet, benötigt viel RAM. Wer allerdings einen größeren Arbeitspeicher wie 8GB oder 16GB nutzen möchte, muss zwangsläufig ein 64Bit Betriebssystem und entsprechend eine 64Bit Photoshopversion besitzen, ohne die das technisch gar nicht möglich ist. Unter Umständen ist diese Umstellung mit einer gewissen Investition verbunden, wer aber einmal mit 8 GB RAM in Photoshop gearbeitet hat, möchte nie wieder mit weniger auskommen.
Mit dem Einbau von mehr RAM ist es allerdings nicht getan; Man muss Photoshop den Arbeitsspeicher den er nutzen darf auch zuweisen. Wie das geht folgt weiter unten.
- Schnelle Festplatte/Arbeitsvolumes
Je schneller die Festplatte Daten auslesen und schreiben kann, desto schneller können diese Daten für Photoshop zur Verfügung gestellt, bzw. von Photoshop an die Platte gegeben werden.
Die ultimative Lösung hierfür sind sogenannte ‘Solid State Discs’ (SSD). Das sind Flash-Festplatten, wie man sie im Prinzip von USB-Sticks oder MP3-Playern kennt. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Geschwindigkeit aus, sind momentan aber noch ein wenig teuer. Die günstigere Lösung sind klassische magnetbasierte Festplatten mit sehr hohen Drehzahlen (z.B. 10.000 u/min)
Auf einer solchen, sehr schnellen Festplatte sollten die zu bearbeiteten Bilder liegen. Die Auslagerungsdateien (virtueller Speicher) vom Betriebssystem und Photoshop (Definition der Arbeitsvolumes) sollte man ebenfalls auf diese Platte legen.
- Kleines Protokoll
Je weniger Protokollschritte in Photoshop verwendet werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einem der Arbeitsspeicher zu läuft. Wer mit nur kurzem Protokoll arbeiten möchte, muss wissen war er tut und sollte im Zweifel reversibel, also mit Einstellebenen, Smartobjekten etc. arbeiten. Wenige Protokollobjekte können also nicht nur die Performance von Photoshop verbesseren, sondern auch den Benutzer zu einer professionelleren Arbeitsweise anhalten.
Die Möglichkeit die Auslagerungsdateien/Arbeitsvolumes von Photoshop zu definieren, die Zuweisung des maximalen Arbeitspeicher für Photoshop, sowie die Einstellung für die Anzahl der Protkollschritte findet man in Photoshop unter Bearbeiten/Voreinstellungen/Leistung (siehe unteres Bild).

Ich arbeite seit längere Zeit mit folgenden Einstellungen/Komponenten und bin mit der Performance von Photoshop sehr zufrieden:
- Vista 64Bit/Photoshop 64Bit
- Western Digital WD1500 (10.000 u/min)
- 8GB DDR2 RAM (davon ca. 7GB Photoshop zugewiesen)
- maximal 20 Protokollobjekte