Archive for Oktober, 2009

Date: Oktober 25th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Video

Sketch2Photo

Sketch2Photo: Internet Image Montage from Tao Chen on Vimeo.

Ich finde das ist ein genialer Ansatz für eine völlig neue Software. Natürlich steckt das ganze noch in den Kinderschuhen und trotzdem bietet es in meinen Augen bereits eine tolle Anwendungsmöglichkeit für professionelle Fotografen: Wer wie ich zeichnerisch nicht besonders begabt ist, tut sich manchmal schwer dem Kunden eigene Ideen attraktiv zu previsualieren. Bei komplexeren Composings mache ich mir seither die Mühe ein grobes Composing aus Bildmaterial und Zeichnung im Photoshop zu erstellen. Ich wäre dankbar könnte mir Sketch2Photo diese Arbeit in Zukunft abnehmen.

Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen, dass durch die verschiedenen Bilder, die einem das Programm anbietet, die eigene Kreativität im Bildfindungsprozess angeregt wird. Auch wenn man schon das komplette Composing im Kopf hat, wer sagt dass es schon perfekt ist.

Ich bin sehr gespannt darauf, die Software selbst zu testen.

Date: Oktober 24th, 2009
Cate: mein Tag
1 msg

endlich Wochenende…

Ich bin gerade sehr beschäftigt. Ich möchte vier Jobs dieses Wochenende fertig stellen und am Montag startet mal wieder eine große Schmuckstrecke.

Ich hoffe, dass ich die Zeit finde in zwei Wochen ein neues Tutorial zu veröffentlichen; Bin gerade am überlegen, ob ich es nicht vielleicht sogar ein Video-Tutorial werden wird.

Hier ein Bild das ich heute fertiggestellt habe.

Handaufnahme mit Ventilquerschnitt

Date: Oktober 12th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks

Photoshop Tutorial: Composing mit Kürbisen und Schmuck Teil 2: Wasserretusche und eigene Pinselspitzen

ScreenHunter_16 Sep. 28 13.41In Teil 2 geht es vornehmlich um Wasser. Da der Felsen später vom Meer umspült werden soll, füge ich eine entsprechenden Aufnahme ein, die als Basis für die vordere Brandung dienen soll.

Folgend geht es mir darum das Wasser im oberen Bereich so auszumaskieren, dass der Eindruck entsteht, als würde es an dem Felsen anbranden. Dazu lege ich eine Ebenenmaske an, in die ich mit schwarzer Farbe und dem Pinselwerkzeug hinein malen kann.

Ich habe hierzu selbst erstellte Pinselspitzen verwendet, um genau das Ergebnis zu erzielen, das ich vor Augen hatte. Wie das geht zeige ich euch jetzt:

ScreenHunter_27 Sep. 28 13.52Als Vorlage für eine solche Pinselspize nimmt man sich am besten ein Bild, das einen guten (farblichen) Kontrast zwischen Wasser und Hintergrund bietet.

Bei einem Bild wie diesem kann man wunderbar mit der Auswahlmethode “Farbbereich…” arbeiten.ScreenHunter_28 Sep. 28 13.53

ScreenHunter_30 Sep. 28 13.57

ScreenHunter_33 Sep. 28 14.25

Ich aktiviere “umkehren” und beginne die Farben des Hintergrunds nach und nach meiner Auswahl hinzuzufügen.

Bei der Erstellung eigener Pinselspitzen ist darauf zu achten, dass sich alle Teile der Spitze innerhalb des Bildrandes befinden. Werden Teile der Spitze angeschnitten zeigt sich dies später daran, dass bei jedem Klick mit der Pinselspitze ein deutlicher Rand sichtbar wird.

Aus diesem Grund entferne ich zuerst einmal grob alle Bereiche des Wasser die in den Bildrand hineinlaufen, in dem ich sie schwarz übermale.

Um eine Pinselspitze zu erstellen, sollte das Motiv auf einem rein weißen Hintergrund stehen. Ich nehme also eine Tonwertumkehr vor und nehme noch ein wenig Feintuning vor, indem ich meine Vorlage noch weiter übermale.

ScreenHunter_31 Sep. 28 13.58

Unter “Bearbeiten” findet man den Befehl “Pinselvorgabe festlegen”. Sobald ich dieses ausführe wird vom aktiven Bild eine neue Pinselspitze erstellt, die man dann entsprechend benennen kann.

ScreenHunter_35 Sep. 29 10.16Für diesen Job habe ich mir ein paar verschiedene Wasser-Pinselspitzen erstellt: Spritzer, Brandung und Wellen.

Mit diesen Spitzen ist es mir im folgenden Schritt möglich, das eingefügte Wasser realistisch auszumaskieren. Unten sieht man das, mit den erstellten Spitzen,  fertig ausmaskierte Bild.

Ich empfehle beim ausmaskieren von Wasser sehr viel zu experimentieren und immer wieder mit den verschiedenen Spitzen und deren Größen zu variieren.

ScreenHunter_17 Sep. 28 13.42

ScreenHunter_19 Sep. 28 13.43

Hier sieht man die gemalte Ebenenmaske und drei Einstellebenen die dazu dienen die extreme Sättigung des Wassers zu reduzieren, den Gesamtkontrast zu erhöhen und das Wasser an den Randbereichen abzudunkeln.

Die Auswirkungen der Einstellebenen kann man hier unten sehen. Zusätzlich habe ich noch weitere Details mit meinen individuellen Pinselspitzen hinzugemalt. Hierzu empfiehlt es sich eine neue Ebene anzulegen.

Ich habe für diese Bild gleich mehrere solche Detail-Ebenen angelegt, wie z.B. eine für Brandung (Wasser schlägt am Felsen hoch), eine für Spritzer und eine für die Gischt (zerstäubtes Wasser). Die Gischt-Ebene habe ich mit einem Standart Pinsel aus Photoshop gemalt. Bei Gischt und Nebel empfiehlt es sich mit sehr geringer Deckraft und ganz weichen Spitzen zu arbeiten. Ich habe in diesem Fall mit 4% Deckraft gearbeitet.

ScreenHunter_22 Sep. 28 13.45

Zurück zum Gesamtbild: Jetzt fehlt noch das Meer im hinteren Bereich des Bildes, ein ordentlicher Horizont und die Brandung die von hinten an den Felsen schlägt.

ScreenHunter_36 Sep. 29 11.42Hier habe ich nun eine passende Aufnahme eingefügt. Da der Himmel in dieser Aufnahme sehr langweilig ist, maskiere ich diese einfach wieder aus, damit der darunter liegende Sturmhimmel wieder zum Vorschein kommt.

ScreenHunter_39 Sep. 30 15.37Den Himmel habe ich einfach nur mit dem Auswahrechteck-Werkzeug und harter Kante maskiert. Da im nächsten Schritt ein Horizontschleier über die Ebenen gemalt wird ist ein verlaufender Übergang nicht notwendig.

ScreenHunter_38 Sep. 29 11.43Hier kann man den eingefügten Horizont sehen. Diesen legt man auf eine eigene Ebene und erstellt ihn, indem man ihn entweder mit einer weichen Pinselspitze und wenig Deckkraft ins Bild hinein malt, oder indem man das Verlaufswerkzeug benutzt.

So ein Dunst oder Schleier in der Ferne gibt dem Bild mehr Tiefe und schafft einen schönen Übergang zwischen Himmel und Meer. Er sollte in seinem Zentrum viel Deckkraft haben, welche vertikal in eine Transparenz verläuft.

Malt man den Schleier erzielt man ein höheres Maß an Realität aufgrund der Unregelmäßigkeiten die sich aus dieser Technik ergeben. Ich habe in diesem Fall einen Verlauf benutz, da man nur in einem sehr kleinen Bereich den Schleier sehen kann, wodurch die Gleichförmigkeit nicht so stark auffällt.

ScreenHunter_40 Sep. 30 16.18Was jetzt noch fehlt ist die Brandung von hinten. Ich finde das hochschlagende Wasser macht so richtig Eindruck und bringt Spannungs ins Bild. Man könnte bemängeln, dass die Größenrelation zwischen dieser Brandung und dem vorderen Wasser nicht ganz stimmt. Das ist auch richtig. Die hintere Brandung ist im Verhältnis größer. Ich habe mich dennoch für dieses Missverhältniss entschieden, da ich finde, dass dadurch die Gewalt und Energie der hinteren Brandung verstärkt wird.

Eine Methode Wasser freizustellen habe ich ja bereits oben aufgzeigt. Eine andere, ähnliche Methode möchte ich noch zum Abschluss dieses Tutorials erklären: Freistellung über den Alpha-Kanal

ScreenHunter_41 Sep. 30 16.30

Das ist die Brandung die ich freistellen möchte.

ScreenHunter_42 Sep. 30 16.32

Das Freistellen über den Alpha-Kanal funktioniert zusammengefasst folgender Maßen: Die Auswahl wird über einen Kanal getroffen der aus einem Graustufenbild in ein RGB-Bild einkopiert wird. Die Tonwerte des Graustufenbildes entscheiden die Transparenz der ausgwewhälten Pixel im RGB-Bild. Reines Schwarz wird transparent, also nicht ausgewählt; Reines Weiß wird Vollton, also vollständig ausgewählt. Alle Tonwerte die dazwischen liegen, variieren in ihrer Transparenz: Je dunkler desto transparenter.

Zuerst nehme ich eine Tonwertkorrektur vor. Mit der schwarzen Pipette kann man den Schwarzpunkt im Bild neu definieren; D.h. dass der Tonwert  den man mit dieser Pipette anklickt (und natürlich alle Tonwerte die dunkler sind) als reines Schwarz dargestellt wird (werden).

Ich wähle mir den hellsten Punkt des Himmels aus und setzte hier meinen Schwarzpunkt. (Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn der hellste Punkt des Himmels dunkler als der dunkelste Punkt des Wassers ist) Das ganze sieht dann so aus:

ScreenHunter_43 Sep. 30 16.33

Danach verändere ich noch die Tiefen und Lichter in der Tonwertkorrektur, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Hierzu benötigt es ein wenig an Erfahrung. Einfach mehrmals mit verschiedenen Tonwertkorrekturen versuchen, bis das Ergebnis passt.

ScreenHunter_44 Sep. 30 16.33Im Kontextmenue des Protokolls gibt es die Option “Neues Dokument”, die eine Kopie des Dokumentes in einem neuen Fenster öffnet. Diese Kopie kann man jetzt in den Farbmodus “Graustufen” umwandeln.

Werden Element die nicht mit freigestellt werden sollen noch nicht rein schwarz dargestellt hat sollte man diese jetzt mit Schwarz übermalen oder auf einem anderen Weg schwärzen. Hat man das gewünschte Ergebnis erzielt kann man sich ab Photoshop CS4 beide Bilder nebeneinander darstellen lassen.

ScreenHunter_52 Sep. 30 17.15

ScreenHunter_50 Sep. 30 16.40

Nun kann man aus dem Graustufenbild per drag and drop den Graukanal  in das RGB-Bild bringen. Schaut man sich nun die Kanalpalette im RGB-Bild an, sieht man einen neuen Kanal: Den Alpha-Kanal. Anhand dieses Kanals wird die Auswahl erstellt: “Steuerung” oder “Apfel” drücken und in den Kanal klicken. Anhand der Auswahl eine neue Ebene erstellen und das Ziel ist erreicht.

ScreenHunter_51 Sep. 30 16.40ScreenHunter_46 Sep. 30 16.36

Date: Oktober 12th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks

Photoshop Tutorial: Composing mit Kürbisen und Schmuck Teil 1: Felsen aus Papier

tutorial_endbild

In diesem Tutorial seht ihr, wie ich dieses Bild, ausgehend von einer Studioaufnahme, in Photoshop manipuliert habe.

In diesem ersten Teil zeige ich euch, wie man aus Papier Felsen machen kann. In Teil 2 wird es dann vor allem um die Bearbeitung und Freistellung von Wasser gehen.

Aber warum eigentlich Papier als Ausgangsmaterial? Ganz einfach: Würde man die Kürbise und den Schmuck tatsächlich auf Stein fotografieren, würden die Strukturen der einzelnen Materialien in einer realistischen Relation stehen. Da ich aber erreichen möchte, dass der Schmuck und die Kürbise größer wirken als sie eigentlich sind, muss anstatt eines Steinbrockens eine Textur eines ganzen Felsens vorhanden sein.

ScreenHunter_01 Sep. 21 14.32

Das ist also das Ausgangsbild. Den Hintergrund habe ich bereits freigestellt und ausmaskiert.

Hier kann man nun gut sehen, dass ich versucht habe das Papier möglichst so zu knüllen, dass es bereits ein wenig nach Felsen aussieht.

Von der Lichtführung her habe ich darauf geachtet, dem Papier eine schöne Modulation zu geben. Erst durch die Kanten und Helligkeitsunterschiede entsteht hier eine gute Ausgangsposition für die nächsten Schritte.

Ich setzte schon mal den Himmel ein, den ich mir ausgesucht habe. Stürmisch solls werden; Da passt dieser ganz gut. Die Farbigkeit ändere ich später.

ScreenHunter_02 Sep. 21 14.32

ScreenHunter_03 Sep. 21 14.34

Zunächstmal nochmals ans Pfadwerkzeug und das Papier sauber freistellen.  Wie ihr hier seht habe ich das Papier im oberen Bereich ausmaskiert und mich im unteren Teil nicht weiter darum gekümmert. Muss ich auch nicht, denn da soll ja später die Brandung des Meeres darüber liegen.

steinstruktur

Das ist eine solche Struktur die ich verwendet habe. Wenn man da ein paar verschiedene hat, die gut zusammen passen kann man loslegen: Zuerst suche ich mir im Papier einzelne Segmente die ich jeweils mit einem solchen Texturbild versehe.

ScreenHunter_04 Sep. 21 14.37Ich verzerre die Textur jeweils so, dass sie sich räumlich gut einfügt; Also vorne größer ist und je weiter weg desto kleiner ist. Nach dem transformieren setzte ich die Ebenenverrechnung auf “Hartes Licht”. Die Kanten der Textur lasse ich ganz weich auslaufen, damit die verschiedenen Texturbilder schön ineinander fließen. Man kann die selbe Textur ruhig öfters verwenden. Zu empfehlen ist, dass man zum Schluß sichtbare Pixelwiederholung, wie hier unten zu sehen, z.B. mit dem Stempel entfernt.

ScreenHunter_05 Sep. 21 14.39

Mit der Hilfslinie habe ich mir markiert bis wohin die Brandung auf jeden Fall geht. Alles unterhalb der Linie muss demzufolge nicht mit Struktur versehen werden.

Ich habe mit den einzelnen Strukturebenen, die ich nach und nach eingefügt habe, immer wieder gespielt in dem ich sie verzerrt und neu positioniert habe. So wächst der Felsen und immer weniger Papier bleibt noch sichtbar.

Ihr könnt auch mit anderen Verrechnungsmethoden herumexperimentieren, wie z.B. “Ineinanderkopieren”. Es gibt hier keine optimale Lösung. Das Ergebnis hängt immer von den zu verechnenden Ebenen ab. Die Methode “Hartes Licht” erzeugt gegenüber “Ineinanderkopieren” einen stärkeren Kontrast, indem die Tonwerte kräftiger werden: Der Fels wird insgesamt dunkler und die hellen Stellen im Stein werden noch heller.ScreenHunter_06 Sep. 21 14.40

ScreenHunter_08 Sep. 21 14.42ScreenHunter_13 Sep. 21 16.12

Nachdem ich das Papier vollständig mit Steinstruktur gepflastert habe nehme ich noch ein paar Korrekturen an den Tonwerten vor, indem ich per dodge&burn das Papier (!) an vielen Stellen deutlich abdunkle.

Da die Änderungen an den Tonwerten sehr stark ausgefallen sind, gleiche ich die Kürbise entsprechend an. Im unteren Bereich wurden die Kürbise vom diffus reflektierenden Papier ziemlich stark aufgehellt. Dem wirke ich jetzt entgegen, da der dunkle Fels in echt zu keiner Aufhellung führen würde.

Unten seht ihr die abgedunkelten Kürbise und das abgedunkelte Papier (ohne die Steinstruktur).

ScreenHunter_14 Sep. 21 16.22Soweit die Erklärungen dazu, wie man aus Papier Felsen macht. Ihr könnt natürlich auch Stoff oder anderen Materialien benutzen. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Eigenstruktur des Basismaterials nicht zu deutlich ist! Wenn ihr einen groben Leinenstoff benutzt oder ein grobes Büttenpapier wird diese Technik nicht gut funktionieren. Auch spielt natürlich die Farbigkeit der Basis ein große Rolle. Es empfiehlt sich also in jeder Hinsicht neutrale Materialien zu verwenden.

Wenn man ein bisschen kreativ an die Sache rangeht, kann man so mit einfachen Mitteln sehr viel anstellen.

Im zweiten Teil zeige ich euch die Fertigstellung des Bildes; Ihr könnt unter anderem erfahren wie man Wasser freistellen kann und wie man sich seine eigenen Pinselspitzen baut.