Date: April 6th, 2010
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung
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Dateiformat: PSB (Photoshop Big)

PSB steht für “Photoshop Big” und wird in der deutschen Photoshopversion als “großes Dokumentformat” bezeichnet. Das PSB-Format gibt es seit Photoshop CS und stellt eine Erweiterung des PSD-Formats (“Photoshop Document”, bzw. “Photoshop Datei”) dar. Entsprechend sind PSB Dateien auch nur ab der Version CS kompatibel mit Photoshop.

Im Unterschied zum PSD-Format, das eine maximale Seitenlänge von 30.000 Pixeln (bzw. max. Dateigröße von 4 GB) erlaubt, bringt das PSB die Erweiterung auf eine maximale Größe von je 300.000 Pixel in Höhe und Breite. Es handelt sich also um eine Verzehnfachung der maximalen Seitenlängen gegenüber des PSD-Formats.

Das PSB-Format unterscheidet sich außer in seiner maximalen Größen nicht vom PSD-Format. Das speichern von beispielsweise Ebenen, Masken, Smart-Objekten etc. ist analog zu PSDs möglich.

Wer sich fragt, wozu man ein solches Format überhaupt benötigt, werfe einen Blick auf die links zu sehende Ebenenpalette. Diese stammt von einem aktuellen Projekt an dem ich gerade arbeite. Es handelt sich hierbei um ein Bild, das für einen Messestand in der Größe 2100 cm x 250 cm in einer Auflösung von 50 dpi auf Stoff gedruckt wird.

Das Gesamtbild wurde aus 12 Basisaufnahmen (4.256 x 2.832 Pixel) und verschiedenen anderen Bildelementen zusammengesetzt. Da Die zwölf Basisaufnahmen mit einer gewissen Überlappung zum Gesamtbild verbunden  wurden, ergab sich ein Bildgröße von 45.851 x 3742 Pixel. Bereits in diesem noch nicht interpolierten Zustand erzeugte das Bild für Photoshop im geöffneten Zustand eine Größe von knapp 20 GB.

2 Comments

  1. Daniel AlbeckDaniel Albeck  
    April 11th, 2010
    REPLY))

  2. Das Bild must du mir mal zeigen. Warum brauchst du da so viele Ebenen. kannst du da nicht ein paar Ebenen zusammen schließen um Speicherplatz zu sparen?

    1F

    Na ja. Die Ebenen wurde zu einem gewissen Zeitpunkt schon reduziert. Die Ebenenpalette die man hier sehen kann, zeigt den Zustand des Bildes zum Zeitpunkt seiner größten “Ausdehnung”.
    Warum ich so viele Ebenen benötige hat folgenden Grund: Auf dem Bild sind 12 Computerarbeitsplätze zu sehen. An jedem Arbeitsplatz befinden sich 6 Computerbildschirme (insgesamt also 72 Monitore), mindestens einen Person und diverse Schreibtischdekoration (Unterlagen, Telefon etc.).
    Das Bild besteht aus zwölf Basisaufnahmen, auf denen der Tisch inkl. Person und Deko zu sehen ist. Die Computerbildschirme wurden 3D-animiert. Diese Renderings kommen bereits mit einigen Ebenen pro Bildschirm daher. Auf jeden Monitor wurde ein Screenshot eingesetzt, der mit leichten Spiegelungen versehen wurde. Hinter den Schreibtischen ist eine Wand und eine getönte Milchglasscheibe zu sehen, welche in Photoshop erstellt wurden und ebenfalls aus einigen Ebenen bestehen.
    Nachdem alle Basisaufnahmen zusammengefügt waren, wurden auf die Übergangsstellen der Einzelbilder zusätzliche Schreibtischdekoration (Unterlagen, Stifte, Telefone…) gelegt, um diese leeren Stellen ein wenig zu füllen.
    Wenn man jetzt noch die diverse Einstellebenen hinzu nimmt, kann man sich ungefähr vorstellen, wie eine so riesige Ebenenpalette zustande kommt.

    2F

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