Archive for category Photoshop/Bildbearbeitung

Date: Juni 4th, 2010
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung

Photoshop Tuning: Mehr Geschwindigkeit für Photoshop

Was kann man tun, um Photoshop schneller zu machen? Wahrscheinlich ist niemand von der Idee abgeneigt, dass Photoshop auf dem eigenen Rechner deutlich schneller starten, Bilder schneller geöffnet  und Rechenprozesse in Photoshop schneller abgewickelt werden könnte.

Im folgenden möchte ich die wichtigsten Punkte aufzeigen, mit denen man die Performance von Photoshop spürbar erhöhen kann.

- Viel Arbeitsspeicher/64 Bit

Photoshop liebt viel Arbeitsspeicher. Wer viele Bilder öffnen möchte oder mit sehr großen Dateien arbeitet, benötigt viel RAM. Wer allerdings einen größeren Arbeitspeicher wie 8GB oder 16GB nutzen möchte, muss zwangsläufig ein 64Bit Betriebssystem und entsprechend eine 64Bit Photoshopversion besitzen, ohne die das technisch gar nicht möglich ist. Unter Umständen ist diese Umstellung mit einer gewissen Investition verbunden, wer aber einmal mit 8 GB RAM in Photoshop gearbeitet hat, möchte nie wieder mit weniger auskommen.

Mit dem Einbau von mehr RAM ist es allerdings nicht getan; Man muss Photoshop den Arbeitsspeicher den er nutzen darf auch zuweisen. Wie das geht folgt weiter unten.

- Schnelle Festplatte/Arbeitsvolumes

Je schneller die Festplatte Daten auslesen und schreiben kann, desto schneller können diese Daten für Photoshop zur Verfügung gestellt, bzw. von Photoshop an die Platte gegeben werden.

Die ultimative Lösung hierfür sind sogenannte ‘Solid State Discs’ (SSD). Das sind Flash-Festplatten, wie man sie im Prinzip von USB-Sticks oder MP3-Playern kennt. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Geschwindigkeit aus, sind momentan aber noch ein wenig teuer. Die günstigere Lösung sind klassische magnetbasierte Festplatten mit sehr hohen Drehzahlen (z.B. 10.000 u/min)

Auf einer solchen, sehr schnellen Festplatte sollten die zu bearbeiteten Bilder liegen. Die Auslagerungsdateien (virtueller Speicher) vom Betriebssystem und Photoshop (Definition der Arbeitsvolumes) sollte man ebenfalls auf diese Platte legen.

- Kleines Protokoll

Je weniger Protokollschritte in Photoshop verwendet werden, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einem der Arbeitsspeicher zu läuft. Wer mit nur kurzem Protokoll arbeiten möchte, muss wissen war er tut und sollte im Zweifel reversibel, also mit Einstellebenen, Smartobjekten etc. arbeiten. Wenige Protokollobjekte können also nicht nur die Performance von Photoshop verbesseren, sondern auch den Benutzer zu einer professionelleren Arbeitsweise anhalten.

Die Möglichkeit die Auslagerungsdateien/Arbeitsvolumes von Photoshop zu definieren, die Zuweisung des maximalen Arbeitspeicher für Photoshop, sowie die Einstellung für die Anzahl der Protkollschritte findet man in Photoshop unter Bearbeiten/Voreinstellungen/Leistung (siehe unteres Bild).

Ich arbeite seit längere Zeit mit folgenden Einstellungen/Komponenten und bin mit der Performance von Photoshop sehr zufrieden:

- Vista 64Bit/Photoshop 64Bit

- Western Digital WD1500 (10.000 u/min)

- 8GB DDR2 RAM (davon ca. 7GB Photoshop zugewiesen)

- maximal 20 Protokollobjekte

Date: April 6th, 2010
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung
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Dateiformat: PSB (Photoshop Big)

PSB steht für “Photoshop Big” und wird in der deutschen Photoshopversion als “großes Dokumentformat” bezeichnet. Das PSB-Format gibt es seit Photoshop CS und stellt eine Erweiterung des PSD-Formats (“Photoshop Document”, bzw. “Photoshop Datei”) dar. Entsprechend sind PSB Dateien auch nur ab der Version CS kompatibel mit Photoshop.

Im Unterschied zum PSD-Format, das eine maximale Seitenlänge von 30.000 Pixeln (bzw. max. Dateigröße von 4 GB) erlaubt, bringt das PSB die Erweiterung auf eine maximale Größe von je 300.000 Pixel in Höhe und Breite. Es handelt sich also um eine Verzehnfachung der maximalen Seitenlängen gegenüber des PSD-Formats.

Das PSB-Format unterscheidet sich außer in seiner maximalen Größen nicht vom PSD-Format. Das speichern von beispielsweise Ebenen, Masken, Smart-Objekten etc. ist analog zu PSDs möglich.

Wer sich fragt, wozu man ein solches Format überhaupt benötigt, werfe einen Blick auf die links zu sehende Ebenenpalette. Diese stammt von einem aktuellen Projekt an dem ich gerade arbeite. Es handelt sich hierbei um ein Bild, das für einen Messestand in der Größe 2100 cm x 250 cm in einer Auflösung von 50 dpi auf Stoff gedruckt wird.

Das Gesamtbild wurde aus 12 Basisaufnahmen (4.256 x 2.832 Pixel) und verschiedenen anderen Bildelementen zusammengesetzt. Da Die zwölf Basisaufnahmen mit einer gewissen Überlappung zum Gesamtbild verbunden  wurden, ergab sich ein Bildgröße von 45.851 x 3742 Pixel. Bereits in diesem noch nicht interpolierten Zustand erzeugte das Bild für Photoshop im geöffneten Zustand eine Größe von knapp 20 GB.

Date: November 24th, 2009
Cate: Allgemein, Photoshop/Bildbearbeitung

Photoshop Shortcuts leichtgemacht

Für alle die Schwierigkeiten mit den Tastaturbefehlen in Photoshop haben, gibt es im Photojojo Store eine tolle Hilfe. Es handelt sich um einen farbigen Gummiüberzug für die Tastatur, der die wichtigsten Shortcuts aufzeigt und Werkzeuge auch grafisch darstellt. Nicht nur für Standardtasturen, sondern auch für Laptops erhältlich. Tolle Idee, gute Umsetzung.

skin

Bild: Photojojo

Date: November 16th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks
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Optimierung von Hauttönen durch Farbanpassung.

klavierduo

Wie erhält man verlässlich gute Hauttöne in Portraits? Es gibt zwei einfache Kontrollmethoden und eine Richtlinie für das Arbeiten mit der “selektiven Farbkorrektur” in Photoshop die ich hier kurz aufzeigen möchte:

Die Farbzusammensetzung eines Hauttones sollte über die CMYK-Messwerte betrachtet werden. Dies gilt auch, wenn sich das Bild im RGB-Modus befindet! In Photoshop kann man sich das Fenster “Info” einblenden lassen. Wenn man mit dem Mauszeiger über das Bild wandert kann man nun in der “Info” sehen welche Farbzusammensetzung die entsprechenden Bildteile aufweisen.

In meinem Beispielbild ist ein europäischer und ein asiatischer Hauton zu sehen. Grundlegend weisen beide Hauttöne eine eigene Farbzusammensetzung auf; Für beide kann man jedoch eine grundlegende Regel nennen, die uns dabei hilft die Farben in den Griff zu bekommen:

- Der Y-Wert (Gelbwert) muss immer über dem M-Wert (Magentawert) liegen

- Der C-Wert (Cyanwert) sollte zwischen 20-50% vom Magentawert betragen

Natürlich sollte der Gelbwert  in Realtion zum Magentawert bei einem asiatischen Hautton höher sein als dies bei einem europäischen Hautton der Fall sein sollte.

ScreenHunter_10 Nov. 16 14.55ScreenHunter_09 Nov. 16 14.55

Es gibt eine zweite, sehr einfache (aber auch sehr grobe) Kontrollmöglichkeit, um Hauttöne auf die richtige Farbzusammensetzung zu überprüfen:

Im Fenster “Farbe” betrachten wir die RGB-Werte (unseres RGB-Bildes); Es geht allerdings nicht um die Zahlen, sondern um die Position der drei Regler. Sie sollten, wie unten zu sehen, immer einen aufsteigenden Bogen (links) beschreiben. Sie sollten keine Gerade (rechts) bilden, sondern immer eine leichte Krümmung aufweisen.

ScreenHunter_12 Nov. 16 14.56ScreenHunter_11 Nov. 16 14.56

Wenn man weiss, wie ein Hautton farblich zusammengesetzt sein sollte, kann man sich an die Farbkorrektur heranwagen. Für mich ist die beste Methode im Photoshop die “selektive Farbkorrektur”. Auch für sie gibt es in Hinblick auf Hauttöne eine grundsätzliche Regel:

- In den Rottöne: Magenta reduzieren und Gelb erhöhen

- In den Gelbtönen: Magenta erhöhen und Gelb reduzieren.

korr

Bei zu hohem Cyananteil kann man den Cyanwert entsprechend reduzieren. Prozentual sollte die reduzierten Farbanteile die hinzugegebenen überwiegen. Dies führt dazu, dass die Farben des Hauttons geklärt werden und in ein bessere Verhältnis zueinander gesetzt werden. Zu beachten ist, dass man in der “selektiven Farbkorrektur” eigentlich immer im Modus “Relativ” arbeiten sollte.

Mit diesen beiden Kontrollmöglichkeiten und der beschriebenen Richtlinie zur Farbkorrektur sollten gesunde und ausgegelichene Hauttöne in Zukunft kein Problem mehr darstellen. Probiert es einfach mal aus; Ich freue mich über Feedback.

Date: Oktober 25th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Video

Sketch2Photo

Sketch2Photo: Internet Image Montage from Tao Chen on Vimeo.

Ich finde das ist ein genialer Ansatz für eine völlig neue Software. Natürlich steckt das ganze noch in den Kinderschuhen und trotzdem bietet es in meinen Augen bereits eine tolle Anwendungsmöglichkeit für professionelle Fotografen: Wer wie ich zeichnerisch nicht besonders begabt ist, tut sich manchmal schwer dem Kunden eigene Ideen attraktiv zu previsualieren. Bei komplexeren Composings mache ich mir seither die Mühe ein grobes Composing aus Bildmaterial und Zeichnung im Photoshop zu erstellen. Ich wäre dankbar könnte mir Sketch2Photo diese Arbeit in Zukunft abnehmen.

Darüber hinaus kann ich mir gut vorstellen, dass durch die verschiedenen Bilder, die einem das Programm anbietet, die eigene Kreativität im Bildfindungsprozess angeregt wird. Auch wenn man schon das komplette Composing im Kopf hat, wer sagt dass es schon perfekt ist.

Ich bin sehr gespannt darauf, die Software selbst zu testen.

Date: Oktober 12th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks

Photoshop Tutorial: Composing mit Kürbisen und Schmuck Teil 2: Wasserretusche und eigene Pinselspitzen

ScreenHunter_16 Sep. 28 13.41In Teil 2 geht es vornehmlich um Wasser. Da der Felsen später vom Meer umspült werden soll, füge ich eine entsprechenden Aufnahme ein, die als Basis für die vordere Brandung dienen soll.

Folgend geht es mir darum das Wasser im oberen Bereich so auszumaskieren, dass der Eindruck entsteht, als würde es an dem Felsen anbranden. Dazu lege ich eine Ebenenmaske an, in die ich mit schwarzer Farbe und dem Pinselwerkzeug hinein malen kann.

Ich habe hierzu selbst erstellte Pinselspitzen verwendet, um genau das Ergebnis zu erzielen, das ich vor Augen hatte. Wie das geht zeige ich euch jetzt:

ScreenHunter_27 Sep. 28 13.52Als Vorlage für eine solche Pinselspize nimmt man sich am besten ein Bild, das einen guten (farblichen) Kontrast zwischen Wasser und Hintergrund bietet.

Bei einem Bild wie diesem kann man wunderbar mit der Auswahlmethode “Farbbereich…” arbeiten.ScreenHunter_28 Sep. 28 13.53

ScreenHunter_30 Sep. 28 13.57

ScreenHunter_33 Sep. 28 14.25

Ich aktiviere “umkehren” und beginne die Farben des Hintergrunds nach und nach meiner Auswahl hinzuzufügen.

Bei der Erstellung eigener Pinselspitzen ist darauf zu achten, dass sich alle Teile der Spitze innerhalb des Bildrandes befinden. Werden Teile der Spitze angeschnitten zeigt sich dies später daran, dass bei jedem Klick mit der Pinselspitze ein deutlicher Rand sichtbar wird.

Aus diesem Grund entferne ich zuerst einmal grob alle Bereiche des Wasser die in den Bildrand hineinlaufen, in dem ich sie schwarz übermale.

Um eine Pinselspitze zu erstellen, sollte das Motiv auf einem rein weißen Hintergrund stehen. Ich nehme also eine Tonwertumkehr vor und nehme noch ein wenig Feintuning vor, indem ich meine Vorlage noch weiter übermale.

ScreenHunter_31 Sep. 28 13.58

Unter “Bearbeiten” findet man den Befehl “Pinselvorgabe festlegen”. Sobald ich dieses ausführe wird vom aktiven Bild eine neue Pinselspitze erstellt, die man dann entsprechend benennen kann.

ScreenHunter_35 Sep. 29 10.16Für diesen Job habe ich mir ein paar verschiedene Wasser-Pinselspitzen erstellt: Spritzer, Brandung und Wellen.

Mit diesen Spitzen ist es mir im folgenden Schritt möglich, das eingefügte Wasser realistisch auszumaskieren. Unten sieht man das, mit den erstellten Spitzen,  fertig ausmaskierte Bild.

Ich empfehle beim ausmaskieren von Wasser sehr viel zu experimentieren und immer wieder mit den verschiedenen Spitzen und deren Größen zu variieren.

ScreenHunter_17 Sep. 28 13.42

ScreenHunter_19 Sep. 28 13.43

Hier sieht man die gemalte Ebenenmaske und drei Einstellebenen die dazu dienen die extreme Sättigung des Wassers zu reduzieren, den Gesamtkontrast zu erhöhen und das Wasser an den Randbereichen abzudunkeln.

Die Auswirkungen der Einstellebenen kann man hier unten sehen. Zusätzlich habe ich noch weitere Details mit meinen individuellen Pinselspitzen hinzugemalt. Hierzu empfiehlt es sich eine neue Ebene anzulegen.

Ich habe für diese Bild gleich mehrere solche Detail-Ebenen angelegt, wie z.B. eine für Brandung (Wasser schlägt am Felsen hoch), eine für Spritzer und eine für die Gischt (zerstäubtes Wasser). Die Gischt-Ebene habe ich mit einem Standart Pinsel aus Photoshop gemalt. Bei Gischt und Nebel empfiehlt es sich mit sehr geringer Deckraft und ganz weichen Spitzen zu arbeiten. Ich habe in diesem Fall mit 4% Deckraft gearbeitet.

ScreenHunter_22 Sep. 28 13.45

Zurück zum Gesamtbild: Jetzt fehlt noch das Meer im hinteren Bereich des Bildes, ein ordentlicher Horizont und die Brandung die von hinten an den Felsen schlägt.

ScreenHunter_36 Sep. 29 11.42Hier habe ich nun eine passende Aufnahme eingefügt. Da der Himmel in dieser Aufnahme sehr langweilig ist, maskiere ich diese einfach wieder aus, damit der darunter liegende Sturmhimmel wieder zum Vorschein kommt.

ScreenHunter_39 Sep. 30 15.37Den Himmel habe ich einfach nur mit dem Auswahrechteck-Werkzeug und harter Kante maskiert. Da im nächsten Schritt ein Horizontschleier über die Ebenen gemalt wird ist ein verlaufender Übergang nicht notwendig.

ScreenHunter_38 Sep. 29 11.43Hier kann man den eingefügten Horizont sehen. Diesen legt man auf eine eigene Ebene und erstellt ihn, indem man ihn entweder mit einer weichen Pinselspitze und wenig Deckkraft ins Bild hinein malt, oder indem man das Verlaufswerkzeug benutzt.

So ein Dunst oder Schleier in der Ferne gibt dem Bild mehr Tiefe und schafft einen schönen Übergang zwischen Himmel und Meer. Er sollte in seinem Zentrum viel Deckkraft haben, welche vertikal in eine Transparenz verläuft.

Malt man den Schleier erzielt man ein höheres Maß an Realität aufgrund der Unregelmäßigkeiten die sich aus dieser Technik ergeben. Ich habe in diesem Fall einen Verlauf benutz, da man nur in einem sehr kleinen Bereich den Schleier sehen kann, wodurch die Gleichförmigkeit nicht so stark auffällt.

ScreenHunter_40 Sep. 30 16.18Was jetzt noch fehlt ist die Brandung von hinten. Ich finde das hochschlagende Wasser macht so richtig Eindruck und bringt Spannungs ins Bild. Man könnte bemängeln, dass die Größenrelation zwischen dieser Brandung und dem vorderen Wasser nicht ganz stimmt. Das ist auch richtig. Die hintere Brandung ist im Verhältnis größer. Ich habe mich dennoch für dieses Missverhältniss entschieden, da ich finde, dass dadurch die Gewalt und Energie der hinteren Brandung verstärkt wird.

Eine Methode Wasser freizustellen habe ich ja bereits oben aufgzeigt. Eine andere, ähnliche Methode möchte ich noch zum Abschluss dieses Tutorials erklären: Freistellung über den Alpha-Kanal

ScreenHunter_41 Sep. 30 16.30

Das ist die Brandung die ich freistellen möchte.

ScreenHunter_42 Sep. 30 16.32

Das Freistellen über den Alpha-Kanal funktioniert zusammengefasst folgender Maßen: Die Auswahl wird über einen Kanal getroffen der aus einem Graustufenbild in ein RGB-Bild einkopiert wird. Die Tonwerte des Graustufenbildes entscheiden die Transparenz der ausgwewhälten Pixel im RGB-Bild. Reines Schwarz wird transparent, also nicht ausgewählt; Reines Weiß wird Vollton, also vollständig ausgewählt. Alle Tonwerte die dazwischen liegen, variieren in ihrer Transparenz: Je dunkler desto transparenter.

Zuerst nehme ich eine Tonwertkorrektur vor. Mit der schwarzen Pipette kann man den Schwarzpunkt im Bild neu definieren; D.h. dass der Tonwert  den man mit dieser Pipette anklickt (und natürlich alle Tonwerte die dunkler sind) als reines Schwarz dargestellt wird (werden).

Ich wähle mir den hellsten Punkt des Himmels aus und setzte hier meinen Schwarzpunkt. (Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn der hellste Punkt des Himmels dunkler als der dunkelste Punkt des Wassers ist) Das ganze sieht dann so aus:

ScreenHunter_43 Sep. 30 16.33

Danach verändere ich noch die Tiefen und Lichter in der Tonwertkorrektur, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Hierzu benötigt es ein wenig an Erfahrung. Einfach mehrmals mit verschiedenen Tonwertkorrekturen versuchen, bis das Ergebnis passt.

ScreenHunter_44 Sep. 30 16.33Im Kontextmenue des Protokolls gibt es die Option “Neues Dokument”, die eine Kopie des Dokumentes in einem neuen Fenster öffnet. Diese Kopie kann man jetzt in den Farbmodus “Graustufen” umwandeln.

Werden Element die nicht mit freigestellt werden sollen noch nicht rein schwarz dargestellt hat sollte man diese jetzt mit Schwarz übermalen oder auf einem anderen Weg schwärzen. Hat man das gewünschte Ergebnis erzielt kann man sich ab Photoshop CS4 beide Bilder nebeneinander darstellen lassen.

ScreenHunter_52 Sep. 30 17.15

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Nun kann man aus dem Graustufenbild per drag and drop den Graukanal  in das RGB-Bild bringen. Schaut man sich nun die Kanalpalette im RGB-Bild an, sieht man einen neuen Kanal: Den Alpha-Kanal. Anhand dieses Kanals wird die Auswahl erstellt: “Steuerung” oder “Apfel” drücken und in den Kanal klicken. Anhand der Auswahl eine neue Ebene erstellen und das Ziel ist erreicht.

ScreenHunter_51 Sep. 30 16.40ScreenHunter_46 Sep. 30 16.36

Date: Oktober 12th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks

Photoshop Tutorial: Composing mit Kürbisen und Schmuck Teil 1: Felsen aus Papier

tutorial_endbild

In diesem Tutorial seht ihr, wie ich dieses Bild, ausgehend von einer Studioaufnahme, in Photoshop manipuliert habe.

In diesem ersten Teil zeige ich euch, wie man aus Papier Felsen machen kann. In Teil 2 wird es dann vor allem um die Bearbeitung und Freistellung von Wasser gehen.

Aber warum eigentlich Papier als Ausgangsmaterial? Ganz einfach: Würde man die Kürbise und den Schmuck tatsächlich auf Stein fotografieren, würden die Strukturen der einzelnen Materialien in einer realistischen Relation stehen. Da ich aber erreichen möchte, dass der Schmuck und die Kürbise größer wirken als sie eigentlich sind, muss anstatt eines Steinbrockens eine Textur eines ganzen Felsens vorhanden sein.

ScreenHunter_01 Sep. 21 14.32

Das ist also das Ausgangsbild. Den Hintergrund habe ich bereits freigestellt und ausmaskiert.

Hier kann man nun gut sehen, dass ich versucht habe das Papier möglichst so zu knüllen, dass es bereits ein wenig nach Felsen aussieht.

Von der Lichtführung her habe ich darauf geachtet, dem Papier eine schöne Modulation zu geben. Erst durch die Kanten und Helligkeitsunterschiede entsteht hier eine gute Ausgangsposition für die nächsten Schritte.

Ich setzte schon mal den Himmel ein, den ich mir ausgesucht habe. Stürmisch solls werden; Da passt dieser ganz gut. Die Farbigkeit ändere ich später.

ScreenHunter_02 Sep. 21 14.32

ScreenHunter_03 Sep. 21 14.34

Zunächstmal nochmals ans Pfadwerkzeug und das Papier sauber freistellen.  Wie ihr hier seht habe ich das Papier im oberen Bereich ausmaskiert und mich im unteren Teil nicht weiter darum gekümmert. Muss ich auch nicht, denn da soll ja später die Brandung des Meeres darüber liegen.

steinstruktur

Das ist eine solche Struktur die ich verwendet habe. Wenn man da ein paar verschiedene hat, die gut zusammen passen kann man loslegen: Zuerst suche ich mir im Papier einzelne Segmente die ich jeweils mit einem solchen Texturbild versehe.

ScreenHunter_04 Sep. 21 14.37Ich verzerre die Textur jeweils so, dass sie sich räumlich gut einfügt; Also vorne größer ist und je weiter weg desto kleiner ist. Nach dem transformieren setzte ich die Ebenenverrechnung auf “Hartes Licht”. Die Kanten der Textur lasse ich ganz weich auslaufen, damit die verschiedenen Texturbilder schön ineinander fließen. Man kann die selbe Textur ruhig öfters verwenden. Zu empfehlen ist, dass man zum Schluß sichtbare Pixelwiederholung, wie hier unten zu sehen, z.B. mit dem Stempel entfernt.

ScreenHunter_05 Sep. 21 14.39

Mit der Hilfslinie habe ich mir markiert bis wohin die Brandung auf jeden Fall geht. Alles unterhalb der Linie muss demzufolge nicht mit Struktur versehen werden.

Ich habe mit den einzelnen Strukturebenen, die ich nach und nach eingefügt habe, immer wieder gespielt in dem ich sie verzerrt und neu positioniert habe. So wächst der Felsen und immer weniger Papier bleibt noch sichtbar.

Ihr könnt auch mit anderen Verrechnungsmethoden herumexperimentieren, wie z.B. “Ineinanderkopieren”. Es gibt hier keine optimale Lösung. Das Ergebnis hängt immer von den zu verechnenden Ebenen ab. Die Methode “Hartes Licht” erzeugt gegenüber “Ineinanderkopieren” einen stärkeren Kontrast, indem die Tonwerte kräftiger werden: Der Fels wird insgesamt dunkler und die hellen Stellen im Stein werden noch heller.ScreenHunter_06 Sep. 21 14.40

ScreenHunter_08 Sep. 21 14.42ScreenHunter_13 Sep. 21 16.12

Nachdem ich das Papier vollständig mit Steinstruktur gepflastert habe nehme ich noch ein paar Korrekturen an den Tonwerten vor, indem ich per dodge&burn das Papier (!) an vielen Stellen deutlich abdunkle.

Da die Änderungen an den Tonwerten sehr stark ausgefallen sind, gleiche ich die Kürbise entsprechend an. Im unteren Bereich wurden die Kürbise vom diffus reflektierenden Papier ziemlich stark aufgehellt. Dem wirke ich jetzt entgegen, da der dunkle Fels in echt zu keiner Aufhellung führen würde.

Unten seht ihr die abgedunkelten Kürbise und das abgedunkelte Papier (ohne die Steinstruktur).

ScreenHunter_14 Sep. 21 16.22Soweit die Erklärungen dazu, wie man aus Papier Felsen macht. Ihr könnt natürlich auch Stoff oder anderen Materialien benutzen. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Eigenstruktur des Basismaterials nicht zu deutlich ist! Wenn ihr einen groben Leinenstoff benutzt oder ein grobes Büttenpapier wird diese Technik nicht gut funktionieren. Auch spielt natürlich die Farbigkeit der Basis ein große Rolle. Es empfiehlt sich also in jeder Hinsicht neutrale Materialien zu verwenden.

Wenn man ein bisschen kreativ an die Sache rangeht, kann man so mit einfachen Mitteln sehr viel anstellen.

Im zweiten Teil zeige ich euch die Fertigstellung des Bildes; Ihr könnt unter anderem erfahren wie man Wasser freistellen kann und wie man sich seine eigenen Pinselspitzen baut.

Date: September 30th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung

Photoshop-Hautretusche: Vorher-Nachher Vergleich

Business-Portrait nach den hier im Blog beschriebenen Hautretuschetechniken bearbeitet.

portrait_01_unret portrait_01

Date: Juni 18th, 2009
Cate: Photoshop/Bildbearbeitung, Tutorials/Tipps&Tricks

Photoshop Tutorial: Hautretusche und Erläuterungen zur Komposition

Anknüpfend an das vorherige Tutorial zum Thema Portraitretusche möchte ich nun einen etwas anderen Weg  aufzeigen, der qualitativ und von der Anmutung her zum gleichen Ergebnis führt.
Darüber hinaus gehe ich noch ein wenig auf die Gestaltung und die Komposition des Bildes ein.

Mein Ausgangsbild habe ich aus dem Lightroom als 16Bit-Tiff exportiert wobei ich die Schwarzsättigung ein wenig angehoben und die „Klarheit“ deutlich reduziert habe.

Im Photoshop dupliziere ich mir zuerst meine Hintergrundebene. Auf der neuen Ebene entferne ich mit dem Stempelwerkzeug alle Sensorflecken (ja, ich geb’s zu: Ich habe einen verdreckten Sensor) und auch alle groben Hautunreinheiten. Dieser Schritt ist grundlegend, da ich später aus dieser Ebenen eine Strukturebene mit dem „Hochpass“ erzeugen will und auf der will ich keine Kratzer, Flecken oder Pickel haben.

Bild 01Bild 02

Links das Ausgangsbild. Rechts die Stempelretusche.

Nun geht es mir darum mit dem „Gaußschen Weichzeichner“ der gesamten Haut eine Anmutung von Porzellan zu geben. Ich wähle mit dem „Lasso“ und weicher Kante (10-25 Pixel) mir einzelne Stellen aus und kopiere diese auf eine neue Ebene. Dann geht es wie im vorherigen Tutorial beschrieben bei jeder neuen Ebene nach dem gleichen Muster: Weichzeichner drüber legen (5-35 Pixel), “Rauschen” (o,8%) hinzufügen und nochmals minimal weichzeichnen (0,3 Pixel).

Bild 03Bild 04Ich suche mir einzelne Segmente raus, die in sich geschlossene Flächen darstellen, um die Modulation des Gesichts nicht zu zerstören. Würde ich großflächiger den Weichzeichner anwenden wäre ich schneller, die Qualität der Retusche würde dadurch allerdings beeinträchtigt werden.

Bild 05

ebenen_weichzeichner

Nun gehe ich zurück auf meine retuschierte Basisebene und dupliziere diese. Ich lasse den „Hochpassfilter“ (3-5 Pixel) drüber laufen, positioniere diese Ebene an oberster Stelle in meiner Ebenen-Hierarchie und verrechne die Hochpassebene durch „ineinanderkopieren“.

hochpass_gesamt

Dann kümmere ich mich um die Augen. Ich bediene mich der gleichen Technik wie bei der Hautretusche: Ich wähle die Augen mit dem Lasso und weicher Kante aus, kopiere diese Auswahl von meiner Basisebene ausgehend auf eine neue Ebene und behandle diese mit dem Hochpass, um sie schließlich durch ineinanderkopieren zu verrechnen.

Bild 09Bild 08

Da ich nur die Iris und nicht die Adern im Auge forcieren möchte, maskiere ich das Augenweiß aus. So gefallen mir die Augen sehr gut; Ich finde hier sind keine weiteren Korrekturen notwendig.

haut_detail_vorher

haut_detail

Die Gesichtsretusche ist damit für mich abgeschlossen. Nun kann ich mich um die Anmutung  des Bildes kümmern: Ich möchte eine kühlen, ‘ikonenhaften look’ erzeugen; Dies versuche ich so: Ich reduziere die „Dynamik“, dann lege ich einen Kaltfilter darüber und spiele noch ein wenig mit den Tonwerten.

look

Mit der Lichtführung im Bild bin ich auch noch nicht ganz zufrieden. Ich möchte mehr Fokus auf die Augen; Das Ohr stört mich auch sehr. Deshalb wähle ich den entsprechenden Bereich mit dem Lasso und einer sehr weichen Kante (ca. 200 Pixel) aus und wende eine Tonwertkorrektur auf sie an. Ich reduziere den Tonwertumfang so weit, dass nur noch ein reines Schwarz übrigbleibt.

abdunkelnTonwertkorrektur 2

Jetzt fehlt mir noch das ‘gewisse Etwas’ in dem Bild. Ich werfe einen tiefen Blick in mein ‘Bastelarchiv’ und finde Aufnahmen von Zigarettenrauch die ich einmal angefertigt habe. Damals habe ich den Rauch vor einem schwarzem Hintergrund und ausschließlich mit Gegenlicht fotografiert. So kann ich jetzt ganz wunderbar die Rauchaufnahmen in mein Bild integrieren, indem ich sie einfach „negativ multipliziere“. Ich kontrolliere nochmals, dass der Hintergrund der Rauchaufnahmen auch tatsächlich rein Schwarz ist (0/0/0) und ordne die Aufnahmen dann spannend innerhalb des Portrait an.

Bild 12Bild 13Bild 14

Jetzt gefällt mir die Überlappung des Rauchs mit dem Gesicht noch nicht ganz. Aus diesem Grund versehe ich die Rauchebenen mit Masken und male auf diesen mit dem Pinsel um die Stellen zu verbergen, die mir nicht gefallen.

kompositionZum Abschluss möchte ich noch ein paar Worte zur Komposition des Bildes verlieren. Warum hat dieses Bild, unabhängig ob man dessen pathetische Anmutung mag oder nicht, eine gewisse Spannung und wie kommt diese Zustande?
Wie man hier sehen kann liegen die Augen auf einer Konstruktionslinie des „Goldenen Schnitts“ (siehe Gitterlinien). Dies führt bei Portraits immer zu einer sehr starken Präsenz der Person im Bild.

Der nächste Punkt der eine Rolle spielt, ist die Blickrichtung des Portraitierten; Sie durchquert das Bild in einer Diagonalen, die vom Betrachter unbewusst als Kompositionslinie wahrgenommen wird. Diagonale Kompositionslinien erzeugen immer mehr Spannung und Dynamik als vertikal oder horizontal verlaufende.
Wenn man den Rauch betrachtet, „spielt“ er mit dieser Diagonalen. Er schlängelt sich im oberen Bereich um sie herum und bricht sie im unteren Teil des Bildes. Dies erzeugt zusätzlich Spannung. Durch die Positionierung des Rauchs wird das Auge des Betrachters geführt. Unten rechts wird das Auge an die Hand genommen, da hier der Rauch auf den Betrachter zukommt, und von ihm nach oben hin durchs Bild geführt.
Die helle Stelle im Rauch, in der oberen Ecke des Bildes bietet einen Kontrapunkt zu den Augen, der auf der erwähnten (unsichtbaren) Kompositionslinie liegt.
Durch die hier beschriebenen Faktoren ruht das Auge des Betrachters sehr wenig, sondern ist ständig in Bewegung. Wenn diese Bewegung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie auf gewissen Bahnen/Linien im Bild verläuft ist ein Foto gut komponiert.

So, ich hoffe der letzte Teil dieses Tutorials hat den geschätzten Leser nicht gelangweilt und der eine oder die andere konnte für die eigene Retuschearbeit eine Anregung gewinnen.

Photoshop Tutorial: Hautretusche und allgemeine Tipps zu Retusche von Portraits

Heute möchte ich hier ‘mal zeigen wie ich eine hochwertige digitale Bearbeitung eines Portraits vornehme. Das Ausgangsbild ist ein Selbstportrait, dass beim Eintesten eines Sets entstanden ist; Folglich steckt in dem Bild noch ein großes Verbesserungspotenzial, welches ich folgend Schritt für Schritt aufzeigen werde. Los geht’s:

selbstportrait_grob

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1. Zuerst dupliziere ich die Hintergrundebene. Dann wende ich den “Hochpassfilter” auf die neue Ebene an; In diesem Fall mit einer Einstellung von 5,5 Pixeln. Diese Ebene wird dann durch “Ineinanderkopieren” mit den darunterliegenden Ebenen verrechnet. Dies führt dazu, dass die Texturen im Bild (vorallem die Hautporen) verstärkt werden.

Doch jetzt blende ich diese “Hochpass-Ebene” erst einmal aus, da ich sie erst zu einem späteren Zeitpunkt benötige.

Jetzt geht es zunächst darum alle Hautunreinheiten, Glanzstellen und Hautrötungen zu entfernen. Und das geht so:

2. Ich dupliziere mir nochmals die HG-Ebene; Diese ist nun meine Retusche-Ebene auf der ich ausschließlich mit dem Stempelwerkzeug arbeiten werde. Ich verwende einen Stempel mit 0% Kantenhärte und variiere die Deckkraft zwischen 5-15%. Ebenso varriert die Stempelgröße sehr stark je nach dem welche Stellen ich gerade retuschiere.

Ganz wichtig ist es, die Quelle des Stempels ständig zu ändern. Da ich mit sehr geringer Deckkraft stemple ist hier Geduld erforderlich. Hier können schon ‘mal 1000 Klicks notwendig sein. Wenn man alles richtig macht, hat man im Anschluss an die Klick-Orgie eine extrem geglättete Haut mit optimalen Verläufen und nur noch sehr wenig vorhandener Hauttextur.

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3. Nun kümmere ich mich um die Stellen, die mit dem Stempel nicht so gut zu retuschieren sind, wie z.B. die Stirnbereiche unterhalb des Schattens der Mütze und die Stellen die härtere Verläufe aufweisen. Hier arbeite ich mit dem Gaußschen Weichzeichner.

Mit dem Lasso-Werkzeug und einer weichen Auswahlkante von ca. 20 Pixeln wähle ich die entsprechenden Stellen aus und kopiere diese auf eine neue Ebene. Diese Ebene wird dann mit dem Gaußschen Weichzeichner so stark behandelt, bis keine Struktur mehr vorhanden ist und ich einen perfekten Verlauf erhalte. Je nach Größe meiner Lasso-Auswahl verwende ich eine Weichzeichner-Einstellung von 5-35 Pixel.

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Folgend ein wichtiger Schritt, der nicht ausgelassen werden darf: Die weichgezeichneten Ebenen benötigen noch eine Grundstruktur. Diese erzeuge ich, indem ich zuerst ein leichtes Rauschen einrechne, das ich gleich wieder ganz subtil weichzeichne. Für meinen Datensatz hat sich ein Rauschen von 0,8% und eine Weichzeichnung von 0,3 Pixel bewährt.

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Hier sieht man die von mir verwendeten Einstellung, um eine Grundstruktur in weichgezeichnete Ebenen zu rechnen.

Den gesamten Punkt 3 führe ich an allen notwendigen Stellen durch. Die dadurch neu entstandenen Ebenen (bei mir waren das fünf Stück) fasst man besten zu einer neuen Gruppe zusammen, damit man den Überblick nicht verliert.

4. Die Augen sind mit das wichtigste in einem Portrait: Je markanter die Augen, desto intensiver das Portrait. Ganz wichtig ist es jedoch vorsichtig vorzugehen und nicht zu übertreiben.

Zuerst möchte ich die Tiefen der Augenhöhlen etwas aufhellen. Mit dem Lasso-Werkzeug und einer weichen Kante von ca. 15 Pixeln wähle ich den Bereich aus und erstelle mir mit dieser Auswahl eine neue Ebene von meiner Hauptebene. Dann verwende ich die Korrektur-Funktion “Tiefen-Lichter”. Aufpassen! Weniger ist mehr. Falsch angewendet kann diese Funktion den Datensatz zerstören und führt schnell zu einem sehr unnatürlichen, künstlichen Eindruck.

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5. Je nach Geschmack kann man jetzt noch das Augenweiß und die Iris ein wenig forcieren. Die notwendigen Auswahlen treffe ich hier auch über das Lasso-Werkzeug mit einer weichen Kante von 3-5 Pixeln. Wie unten zu sehen, habe ich eine leichte Tonwertkorrektur, eine schwache Kontraststeigerung und eine Erhöhung der Dynamik vorgenommen. Alle Änderungen sind jedoch sehr subtil, um ein Abgleiten ins Künstliche zu vermeiden.

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6. Zum Schluß verpasse ich den Augen noch einen Reflex. Im Bild ist zwar ein solcher Glanzpunkt vorhanden, dieser ist jedoch, vorallem im rechten Auge, zu schwach.

Ich lege hierfür eine neue, leere  Ebene an, wähle einen geeigneten Pinsel (hier einen Sternartigen) mit dem ich mit 100%iger Deckkraft in reinem Weiß über die vorhandenen Reflexe einen neuen Glanzpunkt male. Hier kann man mit verschiedenen Pinselspitzen und -größen spielen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

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7. Jetzt aktiviere ich die Hochpassebene, die ich zu Beginn erstellt habe und erhalte dadurch über der glatten, strukturlosen Haut wieder eine ganz natürliche Textur. Diese ist mir momentan aber noch zu stark; Deshalb reduziere ich die Deckraft der Hochpass-Ebene auf ca. 50%. Je nach Lichtführung, Hauttyp und erwünschter Bildwirkung kann man diese Textur natürlich ganz unterschiedlich stark auslegen.

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8. Die Pflicht ist geschafft jetzt noch die Kür: Die finale “Tonwertkorrektur”. Ich bringe die gesamten Tiefen und Lichter im Bild auf ‘Anschlag’, damit das Bild richtig ‘knackt’. Tipp: Während des Schiebens an den Reglern für Tiefen und Lichtern die alt-Taste gedrückt halten, um zu sehen wann die Tonwerte ihre Zeichnung verlieren.

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9. Zu guter letzt und das ist jetzt wirklich reine Geschmackssache, verpasse ich dem Bild noch einen etwas eigenen ‘look’ , in dem ich ihm “Dynamik” entziehen und ein wenig mit der “Farbbalance” spiele. Fertig.

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Hier nochmals zum Vergleich: Vor der Bearbeitung und danach. Ich hoffe meine Tipps haben euch geholfen und das Tutorial hat euch nicht gelangweilt.

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