Posts Tagged Anschauungsmaterial

Date: November 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats
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Filmtipp November 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der in Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

tierische_liebeDiesen Monat: “Tierische Liebe” von Ulrich Seidl (1995)

Eine bizarre, verstörende und manchmal auch extrem lustige Dokumentation über die Beziehung zwischen Herrchen und Haustier. Die ganz eigene Bildsprache Seidls schöpft ihre Kraft aus Reduktion der Bildinhalte und einer sehr konzentrierten Kameraführung. Werner Herzog’s Kommentar zu diesem Film:”… noch nie habe ich im Kino so geradewegs in die Hölle geschaut.”
Tierische Liebe (DVD)

Date: Oktober 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp Oktober 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der in Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

downbylaw

Diesen Monat: “Down by Law” von Jim Jarmusch (1986)

In rohen Schwarz/Weiß-Bilder und mit viel Humor zeigt Jarmusch die Flucht eines ungleichen Trios, nach dessen Ausbruch aus einem Gefängnis. Ein Film der es mit sehr wenig Mittel schafft eine schwülen Stimmung und ein hohes Maß an Intensität zu transportieren.

Down by Law (DVD)

Date: September 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp September 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der in Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

schlafesbruder

Diesen Monat: “Schlafes Bruder” von Joseph Vilsmaier (1995)

Wer liebt, schläft nicht.

Ein düsterer und zugleich erhebender Film über menschliche Abgründe, Liebe, Musik und Spiritualität. Großartige und kraftvolle Bilder! Es gibt wenige Filme die mir so oft einen Schauer über den Rücken jagen wie dieses Meisterwerk.

Schlafes Bruder (DVD)

Date: Juli 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp Juli 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

manbeissthund

Diesen Monat: “Mann beißt Hund” von Rémy Belvaux und André Bonzel (1992, Originaltitel: “C’est arrivé près de chez vous”)

A Killer Comedy. Man muss schon ein ordentliches Maß an schwarzem Humor mitbringen, um diesen Film zu mögen. Technisch gesehen ist der Film sehr innovativ in Sachen Kameraführung und Erzählkontext. Da er leider sehr unbekannt geblieben ist, haben sich später Filme wie “Blair Witch Project” mit den Lorbeeren seiner Innovation geschmückt.

Mann beißt Hund [VHS]

Date: Juni 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp Juni 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

grizzlyman

Diesen Monat: “Grizzly Man” von Werner Herzog (2005)

In nature, there are boundaries

Herzog arbeitet in dieser Dokumentation vorallem mit Bildern, die nicht seine eigenen sind. Er zeigt uns die Schönheit die man abseits der eigentlichen Intention in ihnen entdecken kann. Nie hat mich eine Dokumentation dermaßen berührt und sich so tief in mein Bewusstsein eingebrannt wie Grizzly Man. Es ist die Geschichte eines Mannes der in einer selbstinszinierten Realität eine Grenze überschreitet, die ihn sein Leben kostet.

Grizzly Man (DVD)

Date: Mai 28th, 2010
Cate: Kunst

Die Papierkunst des Simon Schubert

In den weniger reinen Randbezirken des Netzes bin ich vor kurzem auf einen wahren Goldschatz gestoßen, den ich in einem dieser so genannten Picdumps nie erwartet hätte. Es handelte sich dabei um Bilder aus weißem Papier.

o.T. (Portrait Samuel Beckett frontal), 2005, 90 cm x 75 cm (© s.u.)

Simon Schubert faltet Papier. Er benötigt keine Farben, weder Pinsel noch Stift um Räumlichkeit für den Betrachter zu konstruieren. Was für andere nur Trägermaterial, auf dem sie mit Farben und Pigmenten arbeiten, ist für Simon Schubert Gegenstand seiner Kunst. Er reduziert und erhebt sein Medium so gleichermaßen.

Als faszinierend empfinde ich, wie in Schuberts Papierwerken aus scheinbarer Zweidimensionalität Raumwirkung und Plastizität entsteht, die einerseits sehr kraftvoll, andererseits aber subtil und zerbrechlich daherkommt.

Ich habe mit Herrn Schubert ein kurzes Interview über seine Kunst und Arbeitsweise geführt:

Was hat Sie zu der Idee hinter ihren Papierwerken inspiriert?
Während des Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf habe ich einige Jahre als Assistent des Philosophieprofessors Dr. Paul Good gearbeitet.  Hierbei bin ich mit dem Werk Samuel Becketts in Kontakt gekommen. Die erste Faltarbeit war ein Versuch ein Portrait von Samuel Beckett auf mehreren Ebenen zu schaffen. Einerseits das von Falten geprägte Gesicht direkt wiederzugeben andererseits an die Auflösung der Sprache bei Beckett anzuknüpfen und eine Zeichnung ohne Strich zu schaffen, also die Zeichnung aufzulösen. Reduktion bis ins Weiß.

Welche Techniken stecken in ihrer Faltkunst? Nutzen Sie ausschließlich ihre Hände oder auch andere Hilfsmittel? Handelt es sich um reines Falzen oder auch Prägen?
Ich falte die Bilder mit speziellen Werkzeugen. Die genaue Vorgehensweise verrate ich nicht. Die Bilder sind fast ausschließlich gefaltet, nur ganz selten arbeite ich mit ritzen oder prägen.

Beschreiben Sie bitte den Entstehungsprozess eines solchen Bildes. Fertigen Sie Entwurfszeichnungen? Nutzen Sie Fotografische Vorlagen?
Ich skizziere und zeichne die Bilder vorher. Fotos verwende ich nur in Ausnahmefällen, z. B. bei extrem komplizierten Treppen. Die meisten Bilder sind allerdings konstruiert.

Wie lange benötigen Sie für die Fertigung eines Bildes?
Circa eine Woche.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag in ihrem Leben aus?
8 Uhr fange ich meistens an zu arbeiten und leider wird es sehr oft sehr spät.

Kann ein Künstler nicht anders und wird durch seine Struktur zur Kunst getrieben, oder kann Kunst auch erarbeitet werden?
Kunst ist vorallem sehr viel Arbeit. Mit dem klischeehaften Bild des Künstlergenies kann ich nichts anfangen.

Kennen Sie den Zustand der fehlenden Inspiration? Wenn ja, wie gehen Sie in diesen Situationen damit um?
Bisher hatte ich zum Glück noch keine längeren Phasen fehlender Inspiration. Ich bearbeite in den Vorbereitungen für Ausstellungen zumeist Themen die mich beschäftigen und es drehen sich meist alle Arbeiten dann um einen zentralen Gedanken. Dadurch ergeben sich die meisten Bilder dann fast von selbst.

Wie schwer ist es oder war zu es Beginn ihrer Karriere von der eigenen Kunst zu leben? Was würden Sie Menschen raten, die eine künstlerische Laufbahn einschlagen wollen?
Grundsätzlich ist es sehr schwer von der eigenen Kunst zu leben und ich glaube es können nur ungefähr 4% der ausgebildeten Künstler von ihrer Kunst leben. Bei mir ist es sicherlich sehr von Vorteil, dass ich eine neue Technik entwickelt habe. Ich würde weder abraten noch dazu raten. Es muss aber klar sein, dass das Leben als Künstler sehr hart sein kann.

Vielen herzlichen Dank Herr Schubert.

Simon Schubert hat mir für diesen Artikel eine Auswahl seiner neueren Arbeiten (entstanden 2010) zur Verfügung gestellt. Ich freue mich sehr diese hier zeigen zu können:

© Simon Schubert, courtesy Kudlek van der Grinten Galerie, upstairs berlin gallery

Website von Simon Schubert

Date: Mai 20th, 2010
Cate: Bilder/Fotostrecke, Kunst

Die Comic Kunst des Frank Miller

Entsprechend der, den regelmäßigen Lesern dieses Blogs bekannten, Einleitung zum monatlichen Filmtipp möchte ich heute die großartige Comic-Kunst des Frank Miller’s vorstellen.
Wem der Name Frank Miller nichts sagt, hat vielleicht trotzdem bereits Adaptionen seiner Werke, wie die Filme “Sin City” oder “300″ im Kino gesehen.

Bevor ich jetzt damit beginne zu erläutern, warum ich diesen Künstler so hoch schätze, würde ich einfach sagen, seht selbst:

Sin City – A Dame to Kill For #2 (of 6), 1994 Dark Horse Comics

Hell And Back – A Sin City Love Story #1 (of 9), 1999 Dark Horse Comics

Ronin #3 (of 6), 1983 DC Comics

300 #4 (of 5), 1998 Dark Horse Comics

300 #5 (of 5), 1998 Dark Horse Comics

Sin City – That yellow Bastard #1 (of 6), 1996 Dark Horse Comics

Sin City – That yellow Bastard #2 (of 6), 1996 Dark Horse Comics

Frank Miller ist nicht nur als Comiczeichner sondern auch als Autor von Comicgeschichten bekannt. So gibt es viele Kooperationen mit anderen Zeichnern, bei denen Miller ‘lediglich’ die Geschichte und Dialoge beitrug. Eine dieser Arbeiten möchte ich besonders hervorheben und empfehlen: Hard Boiled

Verantwortlich für die kraftvollen Bilder in Hard Boiled ist Geof Darrow. (letztes Bild: NSFW!)

Hard Boiled #1 (of 3), 1990 Dark Horse Comics

Hard Boiled #1 (of 3), 1990 Dark Horse Comics

Hard Boiled #2 (of 3), 1990 Dark Horse Comics

Date: Mai 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp Mai 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

destiny

Diesen Monat: “Der müde Tod” von Fritz Lang (1921)

Einer meiner Lieblingsfilme vom größten deutschen Regisseur aller Zeiten. Eine traumhafte Reise durch innere Welten und Zeiten. Ein Spiel mit dem Tod, das nur durch ihn selbst gewonnen werden kann.

Leider ist dieser Film nicht auf dem deutschen Markt erhältlich! (Fragt den Pirat eures Vetrauens um an den Film zu gelangen.) Das Bild stammt von einer amerikanischen DVD-Ausgabe.


Fritz Lang Collection (6 DVDs)

Date: April 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp April 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

timebandits

Diesen Monat: “Time Bandits” von Terry Gilliam (1981)

All the dreams you’ve ever had and not just the good ones.

Dieser Film ist für Kinder wie für Erwachsene gleichermaßen geeignet (Die Altersangabe der FSK halte ich für eine Fehleinschätzung).
Märchenhaft, traumartig, witzig, abwechslungsreich. Und aus Erfahrung kann ich sagen, er wird auch nach dem zehnten Anschauen nicht langweilig.


Time Bandits (DVD)

Date: März 1st, 2010
Cate: Filmtipp des Monats

Filmtipp März 2010

Schauen schult das Auge. Bilder können inspirieren und Sehgewohnheiten aufbrechen. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich hier jeden Monat einen bildgewaltigen Film, der Hinblick auf seine visuellen Qualitäten als Anschauungsmaterial angesehen werden kann.

mikrokosmos

Diesen Monat: “Mikrokosmos – Das Volk der Gräser” von Claude Nuridsany und Marie Pérennou (1982, Orignialtitel: “Microcosmos: Le peuple de l’herbe”)

Eine Dokumentation im Mikrokosmos der Natur. Nie gesehen Bilder die die Realtionen unser Sehgewohnheit ins Wanken bringen.

Mikrokosmos (DVD)
Mikrokosmos (Blu-ray)