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Date: Februar 1st, 2010
Cate: Lichtführung, Tutorials/Tipps&Tricks

Studiofotografie: Lichtaufbau für ein Flaschen-Plakat

Heute möchte ich einmal einen relativ einfachen Lichtaufbau einer Flaschenaufnahme zeigen. Im Gegensatz zu klassischen Produktaufnahmen von Flaschen, bei denen es stark um exakte Verläufe geht, stand für den Kunden bei dieser Plakataufnahme eher die Stimmung im Vordergrund. Die hier gezeigte Aufnahme ist nur ein Teil des Plakates, dessen anderen Bildinhalte Wasser und zwei weitere Flaschen sind.

Im folgenden möchte ich nun beschreiben, wie diese Aufnahme entstanden ist:

Es wurden 3 Lampen (Standart-Studioleuchten), zwei weiße Plexigläser, eine Glasscheibe, ein Stück dickes Papier und ein mattierter Spiegel verwendet.  Hier unten kann man diese Elemente alle sehen. (Das große Plexiglas im Hintergrund, das man im unteren Bild sehen kann, hat keine Relevanz. Ich war nur zu faul es aufzuräumen.) Auf den zwei Böcken liegt eine Glasscheibe und auf dieser ein Plexiglas. Das Glas dient zur Stabilisierung des Plexiglas.

Direkt unter dem Aufbau befindet sich ein Unterlicht, bzw. Durchlicht, rechts leuchtet ein Strahler durch ein Plexiglas und das an der Decke befestigte Oberlicht scheint direkt auf die Flasche.

Das Unterlicht ist mit einer Wabe versehen, um den Abstrahlwinkel zu begrenzen. Darüber befindet sich ein Stück dickes Papier, in das ich Löcher geschnitten habe. Dieses Papier habe ich mit Klebeband an der Glasplatte befestigt. Es hat die Funktion ein unregelmäßigen Schattenwurf auf dem Plexiglas unter der Flasche zu erzeugen.

Man sieht links neben der Flasche einen Spiegel liegen, dessen Oberfläche mit Dulling-Spray mattiert wurde, damit seine Reflektion diffuser wird. Man kann anstatt Dulling-Spray z.B. auch Haarspray nehmen.

Der Spiegel und die Flasche sind mit Fotoknet befestigt. Das ist Knetmasse die sich besonders gut, ohne Rückstände wieder entfernen lässt.

Hier sieht man, wie der unregelmäßige Schattenwurf, vom Unterlicht  durch die Lochmaske (Papier mit Löchern drin) auf das Plexiglas projeziert wird. Dieser Schatten erzeugt das belebte und bewegte Innenleben der Flasche.

Der Spiegel hat die Funktion auf der linken Seite der Flasche einen Reflex zu erzeugen. Er nutzt dazu das Oberlicht.

Die Gleiche Funktion hat auch die Lampe und das Plexiglas auf der rechten Seite der Flasche. Die Lampe strahlt durch das Plexiglas und erzeugt den matten Reflex rechts.

Die selektive Schärfe im Bild wurde durch die Verwendung eines Zwischenrings erreicht und nachträglich in Photoshop ein wenig verstärkt.

Date: Mai 7th, 2009
Cate: Allgemein

Neue Fotostrecke für das Magazin Hochzeit

hzm31Im Magazin „Hochzeit“ ist nun zum dritten mal eine Fotostrecke von mir zum Thema Schmuck  erschienen. Die aktuelle Bildstrecke ist im Vergleich mit den letzten beiden Produktionen für „Hochzeit“ deutlich konservativer ausgefallen; Mir gefällt sie trotzdem ganz gut.

Hier als Beispiel eines meiner Lieblingsbilder aus der Bildstrecke. Alle Bildelemente wurden einzeln aufgenommen und composed. Das Bild besteht aus 9 Einzelaufnahmen und 27 digitalen Wassertropfen.  Die Tropfen musste ich leider am Computer erstellen, da ich die Blätter fast ohne Aufhellung im Gegenlicht fotografiert habe, um die Adern deutlich sichtbar zu machen. Mit dieser Lichtführung bekommt man aber leider keine plastischen Wassertropfen zustande. Das hat eigentlich schon Spaß gemacht, war aber eine „Ebenen-Schlacht“. Allein die Wassertropfen ergaben schon über 80 Ebenen. Zusammen mit den gemalten Schatten, Einstellebenen und Bildelementen hatte die Datei schnell an die 150 Ebenen.

huebel